Viel Engagement und Aufbruchsstimmung beim Start der Synode

Viel Engagement und Aufbruchsstimmung beim Start der Synode

Viel Engagement und Aufbruchsstimmung beim Start der Synode

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Viel Engagement und Aufbruchsstimmung beim Start der Synode

Die Kreissynode des Kirchenkreises Zossen-Fläming hat sich am Samstag, 21. März zu ihrer turnusmäßigen Frühjahrstagung im Biotechnologiepark Luckenwalde getroffen. In der ersten Sitzung der der neuen sechsjährigen Legislatur ging es naturgemäß darum, die Arbeitsfähigkeit des Kirchenparlaments weiterzuführen.

Nach dem Gottesdienst zur Eröffnung und dem Ablegen des Versprechens der rund 60 Synodalen, ging es gleich in einen wahren Wahl-Marathon. Zuerst wurde das Präsidium der Synode gewählt. Die bisherige Präses, Pfn. Dr. Miriam Wojakowska aus Ludwigsfelde ist auch die neue, nun flankiert von den beiden neuen Vizepräses Brigitta Schmiedchen und Tjark Albers (beide KG Petkus). 

Anschließend wurde ein neuer Kreiskirchenrat gebildet, der die Geschäfte des Kirchenparlaments zwischen den Tagungen führt. Das Gremium hat nun 14 Mitglieder (eines weniger als bisher). Dabei bilden die ehrenamtlichen Vertreter:innen der Kirchengemeinden die Mehrheit, ergänzt durch drei beruflich Mitarbeitende. Mitglieder qua Amt sind zudem die Präses der Synode, Superintendent und stellvertretende Superintendentin. 

Letzere ist seit Samstag die Kreisjugendpfarrerin Katrin Noglik. Sie wurde auf Vorschlag des neuen Superintendenten Nico Steffen in das Amt gewählt. 

Auch die synodalen Ausschüsse und Arbeitsgruppen wurden auf der Tagung neu eingesetzt und Vorsitzende gewählt. Zu bilden waren dabei die Ausschüsse für Haushalt, Rechnungsprüfung, Bau, Diakonie und der Perspektiv- und Strukturausschuss. 

Dem letztgenannten Ausschuss kommt aktuell die größte Bedeutung zu, da bis zur Herbstsynode ein neuer Stellenplan vorliegen muss. So wundert es nicht, dass dieser Ausschuss auch den größten Zulauf hat. 

Neben den Ausschüssen steht es der Synode frei auch Arbeitsgruppen zu bilden, in denen auch Nichtsynodale Mitglieder sein können. Deren Mitgliederzahl soll nach einem Beschluss der Synodalen mindestens fünf betragen. So wurden Arbeitsgruppen für Öffentlichkeitsarbeit, Ökumene und Partnerschaften sowie Fairness und Umweltschutz gebildet. Neu entstanden ist eine Arbeitsgruppe, die sich um die Zukunft der kirchlichen Friedhöfe im Kirchenkreis kümmern soll. 

Die Notwendigkeit dazu unterstrich der neue Superintendent Nico Steffen auch in seinem ersten Bericht aus der Arbeit des Kreiskirchenrates: "Der Verwaltungsaufwand ist hoch, das ehrenamtliche Engagement geht zurück". Höhere Gebühren ließen sich nur schwer durchsetzen, um kostendeckend arbeiten zu können. So funktionierten aktuell nur 18 von insgesamt 60 kirchlichen Friedhöfen in der Region. 

Weiterhin spielt im Kreiskirchenrat auch Personalfragen immer wieder eine wichtige Rolle. Nico Steffen unterstrich dabei, dass es gelungen ist, auch junge Entsendungsdienstpfarrerinnen nach der zweijährigen Probezeit längerfristig zu halten. So Pfn. Anna-Luise Amthor in Rangsdorf und Saskia Triesscheijn im Pfarrsprengel Löwenbruch-Ahrensdorf. Ab Mitte April werde zudem die einjährige Vakanzzeit in der Dreieinigkeitskirchengemeinde Trebbin zu Ende gehen. Pfarrer Matthias Mieke, bisher an der St. Nikolai-Kirche Potsdam wechselt dann in die Gemeinde. Zudem biete sich auch für die Kirchengemeinde Jüterbog eine Perspektive. Am kommenden Sonntag (29.3.) stellt sich Johannes Schimming in einem Gottesdienst vor. Er muss danach noch der Wahl durch den Gemeindekirchenrat stellen. 

Die Arbeit im Kreiskirchenrat habe zwar sehr viel Komplexität und strukturelle Fragestellungen, sie dienten aber dazu, der Kirche in der Region Gestalt zu geben. "Und das sei eine geistliche Dimension", unterstrich Nico Steffen am Ende seines Berichts. 

Darüber hinaus waren auch Vertreter:innen für die Landessynode der EKBO zu wählen. Es überraschte, dass sich sowohl für die Haupt- und Stellvertretung mehr Menschen als notwendig, beteit waren sich hier zu engagieren. Das war bei früheren Synoden auch schon anders. Als ehrenamtliche Vertreter:innen wurden Vanessa Huth und Uwe Schüler (beide Region Blankenfelde-Mahlow) gewählt, aus dem Kreis der hauptberuflich tätigen Pfarrer Jonathan Steinker (Luckenwalde). 

In die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Teltow-Fläming wird  Pfarrerin Saskia Triesscheijn (Pfarrsprengel Löwenbruch-Ahrensdorf) und Sabrina Mollus aus Blankenfelde-Mahlow entsandt.

Insgesamt war diese Tagung geprägt von sehr viel Engagement und Aufbruchsstimmung. Zwar gehören der neuen Kreissynode mit rund 60 Mitgliedern rund 20 weniger an, als der letzten, aber weit mehr von diesen wollen sich in die Arbeit der Gremien, Ausschüsse und Arbeitsgruppen einbringen und Kirche in der Region gestalten. Hier trägt offenbar der Generationswechsel, der auch in vielen Gemeindekirchenräten zu verzeichnen ist, seine ersten positiven Früchte. Wenn man so will, auch diese Synode bekommt viel Geistliches seinen Raum.


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