26/05/2026 0 Kommentare
Stellungnahme des Kirchenkreises zur Schließung der Kinderklinik im Ev. Krankenhaus Ludwigsfelde
Stellungnahme des Kirchenkreises zur Schließung der Kinderklinik im Ev. Krankenhaus Ludwigsfelde
# Neuigkeiten

Stellungnahme des Kirchenkreises zur Schließung der Kinderklinik im Ev. Krankenhaus Ludwigsfelde
Bereits Ende Juli soll die die Kinderklinik im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde Teltow schließen. Das wurde am vergangenen Donnerstag, 21.5. bekannt. Auf Grund einer Medien-Anfrage sieht sich der Evangelische Kirchenkreis Zossen-Fläming und Superintendent Nico Steffen zu folgender Stellungnahme veranlasst.
"Mit großem Bedauern haben wir als Ev. Kirchenkreis Zossen-Fläming zur Kenntnis genommen, dass die Kinderstation des Ev. Krankenhauses Ludwigsfelde-Teltow zum 31.7.2026 geschlossen wird. Der Beirat des Krankenhauses, in dem der Ev. Kirchenkreis vertreten ist, wurde auf seiner Sitzung am 21.5.2026 darüber informiert.
Wir teilen die Besorgnis, dass die schon jetzt angespannte Versorgungslage für Familien, die kinderärztliche Unterstützung in und um Ludwigsfelde benötigen, weiter unter Druck gerät und Wege für stationäre Behandlungen im ländlichen Raum zunehmen werden.
Nach Aussage der Geschäftsführung des Krankenhauses konnten allen Mitarbeitenden der Kinderstation Angebote zur Übernahme und Arbeit in anderen Bereichen des Klinikums gemacht werden. In den Härten, die es für Mitarbeitende bedeutet, das vertraute Arbeitsumfeld mit einem aufeinander eingespielten Team zu verlassen, nehmen wir diese Aussicht der Arbeitsplatzgarantie mit Erleichterung auf.
Die hinter der Schließung stehende gesamtgesellschaftliche Frage nach einer auskömmlichen Finanzierung der gesundheitlichen Versorgung und die Notwendigkeit, darauf tragfähige Antworten zu finden, wird hier einmal mehr in großer Dringlichkeit deutlich.
Die Sorge für Kranke und Pflegebedürftige findet auch in diakonischen Einrichtungen wie dem Ev. Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow in den Rahmenbedingungen des Gesetzgebers und der Kostenträger statt. Die evangelische Kirche tritt – insbesondere durch die Diakonie und deren Fachverbände – für Bedingungen ein, in denen eine quantitativ und qualitativ gute gesundheitliche Versorgung möglich ist."
Superintendent Nico Steffen
Kommentare