22/12/2025 0 Kommentare
Das Adventskalender-Türchen vom 20. Dezember
Das Adventskalender-Türchen vom 20. Dezember
# Online-Adventskalender 2024

Das Adventskalender-Türchen vom 20. Dezember

St. Moritz-Kirche Mittenwalde
Weithin sichtbar erhebt sich der Turm der St.-Moritz-Kirche von Mittenwalde, das Wahrzeichen der Stadt, aus der Landschaft. Die Fertigstellung der Turmsanierung steht unmittelbar bevor. Die Gerüste sind jedenfalls seit September bereits abmontiert.
Die eigentliche Pracht der dreischiffigen gotischen Hallenkirche (15. Jh.) entfaltet sich im Innenraum. In einem Teilbereich des Sternrippengewölbes konnte ein Teil der ursprünglichen Deckenausmalung restauriert werden: ein Paradiesgarten.
Das besonders sehenswerte Altarretabel (1514) gilt als eines der bedeutendsten in der Mark Brandenburg. Die Beweinung des gekreuzigten Jesus im Zentrum stammt aus einem älteren Rentabel einer Antwerpener Werkstatt. Ansonsten ist die Entstehung noch weitgehend ungeklärt. Die lange Zeit vertretene These, dass einige Tafelbilder aus der Werkstatt Lucas Cranachs stammen, wird inzwischen häufiger infrage gestellt.
Beeindruckend sind auch das Chorgestühl mit 45 Bildtafeln (Dachrelief, teilcoloriert, Mitte 16. Jahrhundert), die Holzskulptur eines Papstes (um 1510) sowie der barocke Prospekt der Grüneberg-Orgel von 1787.
Der bedeutende evangelische Liederdichter und Theologe Paul Gerhardt wirkte von 1651 - 1657 an der St.-Moritz-Kirche. Im kommenden Jahr, zum 350. Todestag wird das besondere Jubiläum in der Kirche und weiteren Region bis Lübben und Cottbus besonders musikalisch gefeiert.
Aber auch in der ausgehenden Advents- und Weihnachtszeit gibt es besondere Musik-Erlebnisse, so am 21.12., 17 Uhr mit der Aufführung von Bach's Weihnachtsoratorium und am 26.12., 17 Uhr mit der Weihnachtsmusik regionaler Chöre und dem Flötenkreis unter Leitung von Kantorin Christine Borleis.
Klicken Sie hier für mehr Eindrücke und Informationen zur Kirche.
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Die Kirchen-Zeichnung stammt von Ludwig Krause. In Sachsen aufgewachsen studierte er nach einer Lehre als Ziegeleifacharbeiter Stadtplanung in Cottbus und Weimar, arbeitete als Stadtplaner im damaligen Bezirk Rostock und wurde Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Städtebau und Architektur (ISA) an der Bauakademie der DDR in Berlin. Im Jahre 1990 wurde er Institutsdirektor und gründete, gemäß Einigungsvertrag, im Jahre 1991 das Leibnizinstitut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) mit Sitz in Erkner.
Krause ist kirchlich engagiert, war bis Mitte der 1990er Jahr in verschiedenen kirchlichen Synoden aktiv und singt - gemeinsam mit seiner Frau gerne in Chören unter teils namhafter Leitung.
Im Ruhestand hat er dann das Zeichnen als Hobby entdeckt. Gerade die Kirchen faszinieren ihn dabei besonders.
Wir stellen Ihnen in diesem Adventskalender jeden Tag eine Kirchen-Zeichnung aus unserer Region vor.
Weiteres über Ludwig Krause unter www.stadtfalter.de
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