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Eigentlich sind solche Wandkreuze in Kirchen keine Seltenheit. Doch das Paplitzer Grabkreuz erzählt eine besondere Geschichte. Es wurde für den ehemaligen Ortspfarrer Johannes Hanisius angefertigt und erinnert an ein Ereignis aus dem Jahr 1636.

In der Baruther Stadtchronik ist sie festgehalten: In Groß Ziescht hatten sich im Dreißigjährigen Krieg schwedische Truppen einquartiert, die von da aus die umliegenden Dörfer überfielen. Die Gefahr vor Augen, brachten die Paplitzer sich und ihr Vieh in einer Düne im Moor in Sicherheit. Pfarrer Hanisius blieb in der Kirche, davon ausgehend, dass die Schwedischen Truppen sicher nicht ein evangelisches Gotteshaus zerstören würden. 

Als die Schweden dann kamen, fanden sie nur das leere Dorf und den Pfarrer, von dem sie wissen wollten, wo denn die Dorfbewohner seien. Aus Wut zerstörten sie die Häuser und folterten den Pfarrer mit dem berühmt-berüchtigten Schwedentrunk. Doch der hielt dicht. 

Wenige Tage später starb Pfarrer Johannes Hanisius an den Folgen der Qual. 

Darüber hinaus lohnt aber auch sonst ein Besuch der Paplitzer Kirche. Das Ensemble aus Kirchenschiff, abseits stehendem, verbrettertem Glockenturm und der teilweise noch vorhandenen Kirchenmauer ist einzigartig. Die Kirche, wie sie jetzt zu sehen ist, wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet.

Im Innern dominieren Elemente des ländlichen Barocks. Die ehemalige Orgelempore wurde in neuerer Zeit zur Winterkirche umfunktioniert.

Letzte Änderung am: 06.05.2019