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RSSPrint

Der filigran gearbeitete Flügelaltar in der St. Moritz-Kirche Mittenwalde zieht alle Blicke auf sich. Gefertigt wurde er bereits 1514 und ist ein Geschenk der dänischen Prinzessin Elisabeth, Ehefrau des brandenburgischen Kurfürsten Joachim I. 

Die geöffnete Festtagsseite ist mit wundervollem, vergoldeten Schnitzwerk verziert. In der Predella zeigt es das sogenannte Schweißtuch der Veronika mit dem Bildnis des dornengekrönten Christus, gehalten von zwei Engeln. 

Im Hauptfeld ist die Grablegung Christi dargestellt, umrahmt von lebensgroßen Schnitzfiguren (Petrus mit Schlüssel, bekrönte Frauenfigur mit Schwert) und Putten, die das brandenburgische Adler-Wappen halten. In den Flügeln sind eine Anna Selbdritt (Links) sowie eine nicht näher zu identifizierende Mönchsfigur zu sehen. Darüber im First sind weitere Schnitzfiguren angebracht: Die Gottesmutter Maria, begleitet von zwei musizierenden Figuren, daneben zwei Kleriker-Figuren, gerahmt von wunderbarem Schnitzwerk. Ganz oben "thront" Christus, der Leidensmann. 

Die geschlossene Seite des Altars kommt nur am 4. Advent zum Einsatz. Sie zeigt in der Mitte die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria, dass sie durch den heiligen Geist Gottes schwanger werden und ein Kind gebären wird – eben jene Verkündigung, die zum weihnachtlichen Gottesdienst gelesen wird. Die Gemälde stammen aus der Wittenberger Cranach-Schule. 

Letzte Änderung am: 05.08.2019