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Weihnachtsbotschaft 2020: Gott löst aus Angst und Unfrieden

Bischof Stäblein: „Weihnachten kann zur Kraftquelle in der Pandemie werden“

„In diesem Jahr brauchen wir die Kraft , die von Weihnachten ausgeht, ganz besonders“, so Bischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. „In den vergangenen Monaten haben wir erfahren, dass wir oft sprachlos und ohnmächtig sind. Die vielen Probleme und Nöte überfordern uns manchmal. Wir haben Angst, sind unsicher. Die Töne werden mancherorts rauer, Polarisierung und Zerrissenheit in der Gesellschaft nehmen zu.“

Deswegen sei die Weihnachtsbotschaft in diesem Jahr umso wichtiger. Die Geschichte in rauer Nacht, von dem Kind Jesus, das im Stall, sozusagen im Matsch des Lebens geboren wurde, Gottes Sohn in einer Krippe, diese Geschichte kann uns in diesem Jahr in besonderer Weise Kraft und Hoffnung geben. „Gott schenkt uns seinen Sohn. Und in ihm das Versprechen, das alles verwandelt. Gott löst aus Angst und Unfrieden. Gott will mit uns gehen, in den rauen Nächten und durch den Matsch des Lebens. Indem er seinen Sohn unter uns zur Welt kommen lässt, zeigt er uns seine Treue und seine bedingungslose Liebe.“

Diese Liebe und dieses Versprechen können unsere Kraftquelle sein und uns darin stärken, füreinander da zu sein. „Bei aller Ohnmacht erfahren wir, wie gut es tut, wenn wir auf den Nächsten achten.“ Viele Menschen arbeiteten gerade bis zur Erschöpfung, um für andere zu sorgen: Ärztinnen und Ärzte, Pfleger und Pflegerinnen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen etwa.

Bischof Stäblein ruft dazu auf, bei allen eigenen Sorgen, nicht die aus dem Blick zu verlieren, die von der Pandemie besonders schwer betroffen sind. „Die, die obdachlos sind, die auf der Flucht sind, keine sichere Heimat haben - sie brauchen uns jetzt.“

Bischof Christian Stäblein predigt unter anderem am Heiligen Abend um 15 Uhr im RBB-Fernsehgottesdienst.

Quelle EKBO-Pressestelle, 23.12.