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RSSPrint

Herzlicher Abschied von Pfarrer Peter Collatz

04.02.2019

Der Pfarrer des Sprengels Ahrensdorf wurde nach fast 34 Jahren in den Gemeinden in den Ruhestand verabschiedet.

Zum letzten Gottesdienst von Peter Collatz als Pfarrer des Sprengels am 3. Februar war die kleine Feldsteinkirche in Ahrensdorf (Ludwigsfelde) noch einmal bis auf den letzten Platz gefüllt. Manche mussten sogar im Stehen ausharren. Es zeigt die große Wertschätzung, welche dem engagierten, manchmal auch streitbaren Pfarrer entgegengebracht wurde. 

Nach fast 34 Dienstjahren im Pfarrsprengel Ahrensdorf haben die Kirchengemeinden Ahrensdorf, Siethen, Nudow und Gröben ihrem Pfarrer einen bewegenden Abschied bereitet. Dass ein Pfarrer solange in einer Gemeinde bleibt, ist eher ungewöhnlich, stellte dann auch die Superintendentin Katrin Rudolph fest, welche die Entpflichtung von seinen Aufgaben vornahm. Heute gehe man eher von einem 10-jährigen Turnus aus, was landeskirchlich auch so beabsichtigt sei. 

Für den 63-jährigen Collatz war das keine Option. Ursprünglich wollte er einmal Mathematiker werden, was ihm zu DDR-Zeiten verwehrt blieb. Es folgte das Theologiestudium am damaligen Berliner Sprachenkonvikt, und danach das Vikariat im damals eher vom Punk geprägten Berlin-Friedrichshain. 1985 erfolgte dann der Ruf in den Pfarrsprengel Ahrensdorf aufs Land. Und Peter Collatz blieb - bis zu seinem Ruhestand. 

Dabei hat er in all den Jahren viel erreicht, manchmal auch gegen Widerstände politischer Art oder Vorbehalte aus den Gemeinden: vier Kirchen sind saniert, manches Gemeindearbeitsprojekt wurde angeschoben, die Zusammenarbeit der Gemeinden in der Region um Ludwigsfelde vertieft. Collatz blieb dabei bodenständig und als Seelsorger nahe bei den Menschen. 

Das zeigte er auch noch mal an seinem letzten Gottesdienst als amtierender Pfarrer. Die hervorgehobene Kanzel blieb für die Predigt leer, stattdessen sprach der Theologe vom Lesepult aus zur Gemeinde. Dabei schlug er vor allem nachdenkliche und selbstkritische Töne an: Wegweiser für die Gemeinden sollen Pfarrerinnen und Pfarrer sein, so Collatz: "Aber können Sie das auch immer und in jeder Situation?", hinterfragte er auch seinen Anspruch. 

Den Gemeinden und dem Kirchenkreis wird Peter Collatz in Zukunft fehlen. Bis eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden ist, wird der Löwenbrucher Pfarrer Michael Bolz die Vakanzverwaltung übernehmen.