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Bericht von der Herbsttagung 2018 in Luckenwalde

Haushalt für 2019

Traditionell befasst sich die Herbsttagung einer Synode mit Haushaltsfragen - ein eher wenig spannungsvolles Unterfangen. Das war am 17.11.2018 in Luckenwalde anders. So wurde zwar auch dieses Mal ein neuer Haushalt auf den Weg gebracht, der Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 6,4 Millionen Euro vorsieht. Darüber hinaus ging es aber auch um Entscheidungen, die für die zukünftige Ausrichtung des Kirchenkreises Zossen-Fläming von wesentlicher Bedeutung sind.

Neuer Präses: Pfr. Nico Steffen

So wählten die ehren- und hauptamtlichen Mitglieder des Kirchenparlaments den Teupitzer Pfarrer Nico Steffen zum neuen Präses der Synode. Der bisherige Präses, der Jüterboger Pfarrer Bernhard Gutsche verlässt den Kirchenkreis und wird ab 1. Dezember Pfarrer in Berlin-Friedrichsfelde.

Von Jugendlichen für Jugendliche: eine Jugendkirche für den Kirchenkreis

Ausführlich wurde ein Antrag der Evangelischen Jugendarbeit diskutiert, im Kirchenkreis eine Jugendkirche zu etablieren. Mitglieder des Kreisjugendkonventes stellten die Projektskizze den Synodalen vor. Um das Projekt weiterverfolgen zu können, bedarf es personeller Verstärkung. Die Person soll das Projekt weiter sondieren, Fördermittel-Aquise betreiben, später die Baumaßnahmen organisieren sowie Veranstaltungen etablieren. Die Synodalen stimmten mit großer Mehrheit, dem Antrag zu und beschlossen die auf sechs Jahre angelegte Projektstelle. 

Kreispfarrstelle für Öffentlichkeitsarbeit und das Projekt "Erwachsen glauben"

Auch für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit/ "Erwachsen glauben" gab es eine weitreichende Entscheidung. Die bisherige Projektstelle soll nun in eine Kreispfarrstelle zur besonderen Verfügung umgewandelt und damit langfristig gesichert werden. 

Strukturanalyse und Stellenplan 

Im weiteren Verlauf der Tagung ging es um die Strukturanalyse zur Vorbereitung eines neuen Stellenplanes, der ab 2020 gelten soll. Organisationsforscher Florian Scherz aus Nürnberg stellte die Ergebnisse einer Strukturanalyse vor und verdeutlichte, wie hoch die Grundanforderungen je Pfarrsprengel und die Belastungen der Mitarbeiter sind. Größerer Handlungsbedarf wird demnach vor allem im nördlichen und südlichen Bereich des Kirchenkreises deutlich. Die Karten werden in Kürze den Gemeindekirchenräten und Synodalen zur Weiterarbeit zur Verfügung gestellt.

In diesem Zusammenhang wurde auch ein Antrag aus dem Strukturausschuss lebhaft diskutiert, der Grundsätze für die Stellenplanung im Kirchenkreis Zossen-Fläming festlegt. Diese beinhalten unter anderem:

  • dass der mit dem Civos-Institut erarbeitete Grundanforderungsindex im nächsten Stellenplan Anwendung finden soll.
  • Die Finanzierbarkeit der Stellen geschieht auf Grundlage, der vom Konsistorium festgelegten Personalkostengrenzen. 
  • Bei der Stellenplanung sollen infrastrukturelle Gegebenheiten und kommunale Zuordnungen und gewachsene Regionen berücksichtigt werden. 
  • Jede Region soll kirchenmusikalische und gemeindepädagogische Stellen erhalten. 
  • Der Anteil der ordinierten Mitarbeitenden im Kirchenkreis soll ca. 2/3 aller Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst betragen. 

 

Außerdem wurde beschlossen, den sogenannten Grundanforderungsindex (GAI) um die Säule "Verwaltung" zu ergänzen, da sich so ein klareres Bild hinsichtlich der Anforderungen in den Pfarrsprengeln ergibt. Diese Säule ermöglicht auch eine Betrachtung der Verwaltungsstellen, die derzeit noch als Projekt laufen, aber in den nächsten Stellenplan überführt werden müssen.

Offen ist noch, wie die Anforderungen der Mitarbeitenden im Bereich Gemeindepädagogik und Kirchenmusik in diesem System bewertet werden können. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen (Kirchengemeinde oder Region/Kirchenkreis). 

Der nächste Sollstellenplan für die Jahre 2020-2022 soll auf der Herbstsynode 2019 beschlossen werden.

Bericht von Superintendentin Katrin Rudolph zum Partnerschaftstreffen

Eine besondere Synode war es auch für Superintendentin Katrin Rudolph, die erstmalig in ihrer neuen Funktion an der Tagung teilnahm. Katrin Rudolph ist seit 1. September im Dienst, weshalb sich ihr Bericht auf das trilaterale Partnerschaftstreffen Mitte Oktober beschränkte, zu dem in diesem Jahr der badische Kirchenbezirk Markgräflerland eingeladen hatte. Bei diesem Treffen, an dem auch Vertreter*innen der englischen Diözese Canterbury vertreten waren, stand das Thema "Europa" im Mittelpunkt. Schon der Tagungsort im französischen Elsaß ließ die Tragweite deutlich werden, genauso wie die Frage, wie diese eher ungewöhnliche Partnerschaft angesichts des bevorstehenden Brexits weiter mit Leben gefüllt werden kann. 

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Das Partnerschaftstreffen 2019 wird im Kirchenkreis Zossen-Fläming stattfinden. 

Friedemann Düring, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

 

Letzte Änderung am: 21.11.2018