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Haushalt, Bau und Reformation...

Die Synodalen des Kirchenkreises beschließen auf ihrer Herbsttagung einen neuen Haushalt und das Pilotprojekt "KirchenInTakt"

Es war eine umfangreiche Agenda, welche die rund 90 Synodalen auf Ihrer Herbsttagung am 18. November zu bewältigen hatten.

Gleich zu Beginn der eintägigen Sitzung stand der Jahresbericht von Superintendentin Katharina Furian auf dem Programm. Darin würdigte noch einmal die vielfältigen Aktivitäten der Kirchengemeinden im Reformationsjubiläumsjahr, die Aktivitäten zum Kirchentag, den Erfolg des Mysterienspiels in Jüterbog und den Reformationstag am 31.10. "Es war mir wichtig, diesen Festtag nicht zentral oder regional zu feiern – jede Gemeinde sollte mitmachen und dabei erfahren, was Reformation auch bedeutet: selbstbewusst und selbständig zu zeigen: Die Gemeinde vor Ort lebt nur durch den Glauben ihrer Glieder, und unsere Gottesdienste und Kirchen sind ein wichtiges Zeichen dafür", sagte Furian dazu. Fast in allen 131 Kirchen gab es Andachten, Konzerte, Gottesdienste, an vielen Stellen auch in Rundtouren zusammengefasst. 

Breiten Raum nahm in Furians Bericht auch die Flüchtlingsfrage ein. Im Landkreis Teltow-Fläming seien 2017 bisher nur 193 Flüchtlinge aufgenommen worden, im Landkreis Dahme-Spreewald 220. Dennoch ist die Unterstützung derjenigen, die kommen, weiterhin gefragt, gerade bei der Integration. Auch das schwierige Thema des Kirchenasyls beschäftigte den Kirchenkreis und Gemeinden. "Es ist im Blick auf die Kirche in Berlin-Brandenburg und auch insgesamt nicht zu übersehen, dass die sogenannte Flüchtlingskrise auf viele Gemeinden belebend gewirkt hat", stellte Furian fest.

Darüber hinaus, mahnte die Superintendentin auch einen Mentalitätswechsel der Kirchgemeinderäte an, um für hauptamtlich Mitarbeitende eine Willkommenskultur zu schaffen. Zwar konnten zwei Vakanzen - Pfr. Hartmut Hochbaum im Pfarrsprengel Zossen-Wünsdorf und Pfr. Christian Jänicke im Pfarrsprengel Christinendorf-Glienick - beendet werden. Dennoch verspricht die personelle Situation in der Landeskirche, dass es zunehmend schwieriger werde, Stellen zu besetzen. Deshalb komme es darauf an, zu unterstützen und sorgsam mit den Mitarbeiter*innen umzugehen. 

Das zweite große Thema der Synode war das Projekt "KirchenInTakt", das von Manfred Guder aus dem Baubüro des Kirchenkreises vorgestellt wurde. 90 Prozent der Kirchen, Katergorie 1 und 2 im Kirchenkreis seien in einem guten bis sehr guten Bauzustand. Deshalb komme es darauf an, den Fokus stärker auf eine regelmäßige Gebäudewartung zu legen, um kleinere Schäden zeitnah zu beheben und größeres Sanierungsmaßnahmen so zu verhindern. Dafür soll neben der baulichen zentralen Erfassung der Gebäude auch ein Wartungsvertrag mit einer oder mehreren Firmen abgeschlossen werden. Diese systematische Erfassung und Bearbeitung ist vor allem dort wichtig, wo es vor Ort keine ehrenamtlich Mitarbeitenden gibt, die sich darum kümmern.

In einer ersten Pilotphase sind 14 Kirchen der Kategorie 1 und 2 ausgewählt, die nach diesen Vorgaben gewartet werden sollen. Das Projekt, wenn es erfolgreich ist, könnte auch EKBO-weit von Interesse sein. Auch der Denkmalschutz signalsierte bereits Unterstützung.

Die Synodalen folgten mit großer Mehrheit dem Beschlussentwurf und stellen 100.000 Euro, die sonst in die Baurücklagen geflossen wären, für das Projekt zur Verfügung. 

Zudem wurde auch der Haushalt für das Jahr 2018 beschlossen mit Gesamtausgaben von rund 5,7 Mio Euro sowie den Kollektenplan für das kommende Jahr. Kreiskirchliche Kollekten sind dabei für das Rüstzeitenheim in Paplitz, die Evangelischen Grundschulen in Jüterbog und Mahlow, die Evangelische Zehntgemeinschaft und die Kirchenmusik vorgesehen. 

Weitere Themen auf der Synode waren die Berichte des Kreiskantors Peter-Michael Seifried, der Vorsitzenden des Ausschusses für Theologie- und Ökumene, Pfn. Stephanie Hennings, das neue Intranet des Kirchenkreises, ein Bericht aus der Landessynode, zur Archivarbeit und nicht zuletzt aus dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises. Geschäftsführer Holger Lehmann berichtete von einer dramatischen Situation besonders unter Menschen aus Osteuropa, die besonders von Logistik- und Transportunternehmen angeworben und oft kurzfristig wieder entlassen werden. Nach Wegfall von Sozialleistungen fehlt diesen Menschen und ihren Familien oft sogar das Geld, um wieder in die angestammte Heimat zurückzukehren. Lehmann warb dafür einen Notfond einzurichten, um diesem Personenkreis kurzfristig helfen zu können. Die Synode schloss sich diesem Anliegen an. 

Letzte Änderung am: 20.03.2018