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Der Blick nach vorn

Die Kreissynode richtete in unterschiedlichen Arbeitsfeldern den Blick in die Zukunft

Es war ein bunter Strauß von Themen, mit der sich die Kirchenparlamentarier der Kreissynode auf Frühjahrstagung 2017 befassten. So ging es zunächst um die Zielvereinbarung aus der Generalkirchenvisitation im vergangenen Jahr, die Generalsuperintendent Martin Herche und der Kreiskirchenrat gemeinsam vereinbart haben. 

Darin ist festgehalten, dass die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden und Mitarbeitenden in den sieben Regionen bis Ende 2018 evaluiert werden soll. Mit der Maßgabe Synergien besser zu nutzen und Ressourcen zu schonen. Wie diese Überprüfung ablaufen soll, wurde dabei noch nicht festgelegt. 

Der zweite wesentliche Punkt betrifft die Zukunft von kleinen und Kleinstgemeinden in ländlichen Regionen. Auch hier sollen in den nächsten Jahren Modelle entwickelt werden, wie diese Gemeinden enger zusammenarbeiten können. Dabei können diese Modelle je nach Situation durchaus unterschiedlich aussehen und gestaltet werden. 

Die Synodalen gingen dann gleich "medias in res" und diskutierten eingeteilt in die sieben Regionen Fragen der Zusammenarbeit. Die Ergebnisse fließen in weitere Beratungen in den Regionen ein.

Auch der Impuls von Superintendentin Katharina Furian befasste sich mit strukturellen Fragen. Der Arbeitsansatz des Kreiskirchenrates sieht vor, bis 2019 ein neues Entwicklungskonzept vorzulegen, welches Anpassungen bis 2030 in den Blick nimmt.

Dafür soll ein externes Institut beauftragt werden, eine sozialwissenschaftliche Analyse zu erstellen und daraus transparent Kriterien zu entwickeln, nach denen die Anpassungen erfolgen können.

Einigkeit herrscht dabei, dass die Gemeindegliederzahl dafür nicht das alleinige Kriterium sein kann. Dies hätte bei der derzeitigen Entwicklung zur Folge, dass die Pfarrsprengel im Süden des Kirchenkreises unzumutbar ausgeweitet werden müssten und für hauptamtlich Mitarbeitende nicht mehr zu bewältigen seinen. So wird vermutlich die Anzahl der Gebäude, gottesdienstlicher Veranstaltungen, infrastruktureller Voraussetzungen ebenso eine Rolle spielen müssen.

Um zukünftige Entwicklungen ging es auch in anderen Arbeitsbereichen, die sich auf der Synode vorstellten. So beschreibt das Konzept für die Arbeit mit Kindern und Familien, das der Beauftragte Thomas Meinders einbrachte, Handlungs- und Wirkungsziele, die den Focus auf die Kinder legen, die selbstbestimmt ihre eigenen Anliegen in die Arbeit einbringen. 

Angegregt wurde in der anschließenden Diskussion, dass die Bedürfnisse der Eltern und Familien noch stärker in den Blick genommen werden müssten, ebenso wie die Fragen des Kinderschutzes. Eine Arbeitsgruppe wird sich in nächster Zeit mit diesen Themen befassen.

Dabei musste die Synode mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass der Beauftragte Thomas Meinders im Sommer nach vier Jahren engagierten Wirkens den Kirchenkreis Richtung Bayern verlässt. 

Auch in der Jugendarbeit gibt es Veränderungen, so ist in Zossen Pfarrerin Leen Fritz seit 1. Januar mit 25 Prozent auch Jugendpfarrerin. Sie trat die Nachfolge von Pfr. Sandro Vogler an. Ebenfalls neu im Team ist Gemeindepädagoge Alexander Potthoff für die Region 1. Der Regionale Ansatz wird insgesamt als sehr positiv gewertet. Er hat aber auch seine Herausforderungen, sowohl verwaltungstechnischer Art (wo erfolgen Abrechnungen?), als auch im Blick auf notwendige Absprachen zwischen den Mitarbeitenden. Festzuhalten bleibt aber, dass durch die Vielzahl an Mitarbeitenden auch die Angebotspalette deutlich ausgeweitet werden konnte und diese von Jugendlichen auch gern wahrgenommen werden. 

Ähnliches lässt sich auch für den Religionsunterricht (Bericht: ARU-Leiter Kevin Fischer) und den Bereich der Krankenhausseelsorge konstatieren: Der Bedarf ist deutlich größer als die Möglichkeiten). So ließe sich das Angebot im Religionsunterricht in der Region sofort an zehn Schulen ausbauen, wenn die entsprechenden Lehrkräfte zur Verfügung stehen würden. Interessanter Weise gilt das in gleicher Weise für Schulen im berlin-nahen Raum wie in ländlichen Regionen. 

Von Friedemann Düring, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

Letzte Änderung am: 20.03.2018