www.kkzf.de: Newsmeldungen https://www.kkzf.de/ Newsmeldungen de www.kkzf.de: Newsmeldungen https://www.kkzf.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.kkzf.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 23 Sep 2020 08:00:00 +0200 Bischof beeindruckt vom kirchlichen Leben in der Region https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/bischof-beeindruckt-vom-kirchlichen-leben-in-der-region.html Nicht nur die warme Septembersonne schien beim Antrittsbesuch von Bischof Christian Stäblein im Kirchenkreis Zossen-Fläming. Genauso warmherzig wurde er bei unterschiedlichen Terminen in der Region empfangen. Los ging es am frühen Morgen in der Hörspielkirche Prensdorf (Gemeinde Dahmetal). Hier ging es beispielhaft darum, wie eine sanierte Kirche mit Leben gefüllt werden kann. Und das Konzept "Hörspielkirche", bei dem sogar Nicht-Kirchenmitglieder aus dem Dorf mitarbeiten, kommt gut an.

“Öffnet die Türen, auf das unser Haus voll werde!”, dieser Leitspruch wird tatkräftig umgesetzt. Regelmäßig werden nach der Sanierung 2018 in den Sommermonaten Hörspiele für Groß und Klein angeboten, kommen Schulklassen und Hortgruppen vorbei, toben in und um die Kirche und kommen beim Hören eines Hörspiels ganz bei sich an, erzählen die Prensdorfer.

Und täglich ist die Kirche geöffnet. Und die Prensdorfer haben sich auch für die Besichtigung etwas besonderes einfallen lassen. So wurde professionelle Technik angeschafft, Orgelmusik aufgenommen, erklärende Texte von Pfarrerin Rostalsky aufgezeichnet. Selbst flämisches Platt, von einem Schüler gesprochen, ist zu hören. Das ganze kann per Tastendruck je nach Lust und Laune abgespielt werden. 

"Die Fläming-Skate geht mitten durch unser Dorf, und die Menschen schauen sich die Kirche einfach an", so ist zu erfahren. Dokumentiert wird dies durch das Gästebuch. Da haben sich sogar Menschen aus Frankfurt am Main und Polen eingetragen. 

Ein echter Erprobungsraum sei das, sagte Bischof Stäblein beeindruckt. Da schlossen die ersten Erfahrung im in der Region im Aufbau begriffenen Projekt "Missionarische Erprobungsräume" direkt an. Pfarrerin Ly Dang, die dafür in der Region arbeitet, hat in der kurzen Zeit schon viel bewegt. Gemeindekirchenräte sind mit auf den Weg genommen worden, und in der Kirche Wiepersdorf, direkt neben dem Künsterschloss gelegen, sind Gebetsstationen errichtet worden. Da gibt es sogar einen Mülleimer, in dem der Ballast des Lebens abgelegt werden kann. Und die Stufen zur hohen Empore sind in Regenbogenfarben beklebt worden. Zwei Tage die Woche ist die Kirche nun wieder geöffnet, und vor kurzem gab es in der Kirche sogar ein Konzert mit Künstlern, die im Schloss zusammenkommen. Eine Kooperation, die auf jeden Fall weiter ausgebaut werden soll. 

Ebenso, wie der Yoga-Kurs im benachbarten Gräfendorf, der vergangene Woche zum ersten Mal zusammenkam, angeleitet von einer ausgebildeten Lehrerin, die christliche Spiritualität mit Yoga verbindet und aus Bremen per Video zugeschaltet ist. 

Nach dieser ersten intensiven Begegnung ging es weiter nach Baruth/Mark, wo Revierförster Tobias Schramm und der Landeskirchliche Referent für land- und Forstwirtschaft Martin Czarnowski über die Situation rund um den Kirchenwald berichteten. So erfuhr Christian Stäblein, dass im Kirchenkreis Zossen-Fläming rund 900 Hektar Waldgebiete in kirchlicher Verantwortung liegen, rund 10 Prozent aller kirchlichen Waldflächen in der EKBO. Damit ist der Kirchenkreis Zossen-Fläming der waldreichste in der Landeskirche, jedenfalls im Blick auf die kirchlich bewirtschafteten Flächen. Die sind allerdings ziemlich zerstückelt und auch von unterschiedlicher Qualität Über 270 solcher Flächen gibt es in der Region, die Waldgebiete um Paplitz und Merzdorf sind dabei die mit 170 Ha. die größten und auch die vielseitigsten. 

Gezeigt wurde ein mit Wildzaun versehenes Waldgebiet, wo inzwischen neben dem dominierenden Kiefernbestand seit zehn Jahren auch Laubbäume wachsen, die sich selbst ausgesät haben. Ein optimaler Zustand, denn so können die Bäume tiefere Wurzeln treiben, was sie widerstandsfähiger macht, wie Revierförster Schramm erklärt.  

Überhaupt gehe es ohne teure Wildzäune nicht, denn der Wildbestand in den Wäldern ist viel zu hoch. Direkt neben dem Zaun konnten Eichentriebe besichtigt werden, die vom Rehwild abgeknabbert wurden und deshalb auch nach Jahren nicht größer werden.

Ein weiteres Problem ist die andauernde Trockenheit, die inzwischen auch den robusten Monokulturen, auch der Kiefer zu schaffen macht. Wenige Meter weiter konnte der Besuch aus Berlin sehen, wie die ersten Kiefern absterben.

Der Mitarbeitende der Kirchlichen Waldgemeinschaft Mittelbrandenburg verbreitet dennoch keinen Pessimismus. "Der Wald wird sich verändern, aber ich bin zuversichtlich, dass es auch in 100 Jahren noch Wald geben wird", sagt Tobias Schramm.

Mit dazu beitragen soll auch eine ökologische Bewirtschaftung, zu der auch die Pflege einer Streuobstwiese am Waldrand bei Paplitz gehört. Erst im August wurden in einer Aktion junge Apfelbäume gepflanzt und Altholz beschnitten. Der Revierförster wünscht sich mehr Besuche von Schulklassen und Waldgottesdienste, damit das Bewusstsein für den Wald wächst.

Am Nachmittag traf sich Bischof Stäblein dann mit den Beauftragten des Kirchenkreises für die verschiedenen Arbeitsgebiete in Zossen. In den Gesprächen mit Superintendentin Katrin Rudolf, Kreiskantor Peter Michael-Seifried, Kreisjugendpfarrerin Julia Daser, Flüchtlingspfarrer Hartmut Hochbaum und Öffentlichkeitsbeauftragten Friedemann Düring wurden noch einmal das vielfältige Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen skizziert: Die Möglichkeiten, durch Befähigung ehrenamtlicher und nebenberuflich Tätiger, die Qualität kirchlichen Lebens unter den besonderen Bedingungen des ländlichen Raums skizziert. Berichtet wurde von einer intensiven kirchenmusikalischen Ausbildung in Jüterbog, die einhergeht mit der denkmalgerechten Restaurierung von Orgelinstrumenten in den Dorfkirchen, ebenso vom Aufbau einer Jugendkirche, vermutlich stationär in Zossen. Ein Thema war auch die intensive Betreuung von Geflüchteten und deren Integration in die Kirchengemeinden in der Region, von der Pfarrer Hochbaum erzählte. Hervorgehoben wurden auch hier die vielfältigen Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, aber auch das Risiko mitgetragen wird, dass Manches am Ende nicht aufgeht. 

Zum Abschluss des Tages standen noch Gespräche mit dem Team der Notfallseelsorge im Landkreis Teltow-Fläming auf dem Programm. Ein Arbeitsfeld, in dem ehren- und hauptamtlich Tätige gemeinsam einen wichtigen Dienst für die in Not geratenen Menschen tun. Es steht exemplarisch für ein gelingendes Kooperationsprojekt mit nichtkirchlichen Akteuren im Kirchenkreis. 

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Wed, 23 Sep 2020 08:00:00 +0200
Zwei Orgeleinweihungen an einem Tag https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/zwei-orgeleinweihungen-an-einem-tag.html Am Sonntag, 27.9. werden im Kirchenkreis gleich zwei Orgeln nach aufwändiger Restaurierung wieder ihrer Bestimmung übergeben. 

Los geht es in der Dorfkirche Frankenfelde um 15.30 Uhr mit einem Festgottesdienst zur Fertigstellung der historischen Turley-Orgel. Die Predigt hält Bischof Dr. Christian Stäblein (Berlin). 

1824 baute der junge Niemegker Orgelbauer Johann Friedrich Turley im Auftrag der Kirchengemeinde das Instrument mit 15 Registern. Es war das Erstlingswerk des Orgelbauers, und für eine Dorfkirche wies die Orgel schon damals eine erstaunliche Vielseitigkeit auf. Sie gehört heute zu den national bedeutsamen Kirchenorgeln, und so wurden die Restaurierungsarbeiten entsprechend finanziell gefördert. 

Nun kann dieses Klangerlebnis nach fast zweijähriger Reparatur durch die Orgelbauwerkstatt Karl Schuke GmbH Berlin wieder bewundert werden. 

Auch in Ihlow steht eine besondere Orgel, ein 1874 von August Ferdinand Wäldner (Halle/Saale) erbautes Instrument mit sieben Registern und einem Manual. Dass Wäldner sogar soweit im Niederen Fläming eine Orgel errichtet hat, überraschte sogar den Orgelbauer Benjamin Welde, der das Instrument nun wieder auf Vordermann gebracht hat. 

Nach zehnjähriger Pause wird die Orgel nun am 27.9. um 18.30 Uhr in einem musikalischen Festgottesdienst wieder erklingen. Die Predigt hält Superintendentin Dr. Katrin Rudolph (Zossen). 

Kreiskantor Peter-Michael Seifried freut sich ebenfalls über die Fertigstellungen, sagt aber auch: "Die beste Maßnahme zum Erhalt der Instrumente ist aber, dass sie regelmäßig bespielt werden". Deshalb wurde in den vergangenen Jahren in Jüterbog die kirchenmusikalische Ausbildung im ländlichen Raum aufgebaut. Und so stehen nun in beiden Orten auch jüngst ausgebildete, ehrenamtliche Organist*innen zur Verfügung, insbesondere für die Begleitung im Gottesdienst aber auch bei anderen Gelegenheiten. 

Weitere Informationen: Der Preisträger im Interview beim Teltowkanal.

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Mon, 21 Sep 2020 08:00:00 +0200
Bischof Christian Stäblein besucht den Kirchenkreis https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/bischof-christian-staeblein-besucht-den-kirchenkreis.html Am Dienstag, den 21.9. wird Landesbischof Dr. Christian Stäblein zum ersten mal offiziell den Kirchenkreis Zossen-Fläming besuchen. Dabei steht ein umfangreiches Programm auf der Tagesordnung.

So wird sich der Bischof in der Hörspielkirche Prensdorf (Gemeinde Dahmetal) über das einzigartige Konzept vor Ort informieren. Außerdem wird Pfarrerin Ly Dang das Projekt Missionarische Erprobungsräume in der Region erläutern. 

Anschließend geht es weiter in den Kirchenforst nach Paplitz, wo der landeskirchliche Referent für Forst- und Landwirtschaft, Martin Czanowski sowie Kirchenförster über die Situation kirchlicher Wälder in der Region berichten werden. 

Am Nachmittag stehen dann in Zossen Gespräche mit den kreiskirchlich Beauftragten sowie der Notfallseelsorge im Landkreis Teltow-Fläming auf dem Programm. 

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Thu, 17 Sep 2020 07:40:00 +0200
Besondere Würdigung für einzigartiges Engagement https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/besondere-wuerdigung-fuer-einzigartiges-engagement.html Blankensee, 11.9.2020: Kreiskantor Peter-Michael Seifried hat den Denkmalpflegepreis 2020 des Landkreises Teltow-Fläming bekommen. Die Veranstaltung fand in würdigem Rahmen im Dorfmuseum Blankensee (Trebbin) statt.

Gewürdigt wurde dabei sein herausragendes Engagement bei der Sanierung vieler Orgeln in der Region, die dank seiner Initiative möglichst originalgetreu wieder auf Vordermann gebracht wurden. So gibt es inzwischen rund um Jüterbog acht denkmalgerecht restaurierte Instrumente aus insgesamt fünf Jahrhunderten, die das Prädikat "Orgelstadt Jüterbog" rechtfertigen. 

Aber auch im ländlichen Raum wurden und werden zahlreiche Instrumente restauriert. So werden Ende September, am 27.9. gleich zwei Instrumente mit festlichen Gottesdiensten wieder in Betrieb genommen: die historische Turley-Orgel in Frankenfelde (bei Luckenwalde) und die Wäldner-Orgel in Ihlow (nahe Dahme/Mark). Demnächst kann auch noch die Remler-Orgel in Jühnsdorf (Blankenfelde) fertiggestellt werden. Weitere Dorfkirchenorgeln sind für das kommende Jahr geplant. 

Dabei geht es jedoch nicht nur um die Wiederherstellung wunderbarer und wertvoller Instrumente, sondern  sondern gleichzeitig investiert der Kirchenkreis Zossen-Fläming in die Ausbildung von neben- und ehrenamtlichen Organistinnen und Organisten. Denn die restaurierten Instrumente nützen nichts, wenn sie nicht auch regelmäßig bespielt werden. Das sei übrigens die beste Maßnahme zum Erhalt der Instrumente, so Seifried. 

So lernen derzeit am Regionalen Kirchenmusikalischen Ausbildungszentrum in Jüterbog rund 70 musikalisch Interessierte fast aller Altersstufen. Rund 20 ehrenamtliche Organistinnen und Organisten haben in dem zweijährigen Kurs bereits die Prüfung erfolgreich abgeschlossen und sorgen in ihren Gemeinden dafür, dass die Instrumente regelmäßig gespielt werden. 

Seifried steht aber nur stellvertretend für all diejenigen, die in den Kirchengemeinden zum Gelingen der Projekte beigetragen haben: Gemeindekirchenräte, ehrenamtliche Fördervereine sowie die Unzähligen, die dazu beigetragen haben, dass die finanziellen Mittel für die Wiederherstellung der Instrumente zusammenkamen. 

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Fri, 11 Sep 2020 18:30:00 +0200
Junges Märkisches Kammerorchester beginnt mit Proben für Händels Messiah https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/junges-maerkisches-kammerorchester-beginnt-mit-proben-fuer-haendels-messiah.html Trotz aller Corona-Einschränkungen kann das Junge Märkische Kammerorchester unter Leitung von Regionalkantor Fabian Enders (Region Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf) am 12.9. mit den Proben für die Aufführung von Händels Messiah starten. Für Kurzentschlossene im Alter von zwölf bis 25 Jahren, die ein Streichinstrument spielen ist ein Einstieg noch möglich. 

Unterstützt wird das junge Orchester dabei von Profimusiker*innen der Sächsischen Solistenvereinigung und des sächsischen Kammerchors, die die Solo- und Chorpartien übernehmen. 

Auf Grund derzeit geltenden zeitlichen Begrenzung von Konzerten kann das Werk nur in Teilen aufgeführt werden. Die beiden Konzerte sind dann für den 24.Oktober (17.00 Uhr St. Nikolai-Kirche Jüterbog) und 25.10. (17.00 Uhr St. Moritz-Kirche Mittenwalde geplant. 

Weitere Informationen zum Probenablauf und zum Anmeldeprozedere finden Sie hier

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Thu, 03 Sep 2020 09:49:42 +0200
Dankeskirche Halbe ist Dorfkirche des Monats https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/dankeskirche-halbe-ist-dorfkirche-des-monats.html Der Name der im sogenannten Schenkenländchen östlich von Baruth gelegenen Gemeinde Halbe wird noch immer mit einer der blutigsten Schlachten am Ende des Zweiten Weltkrieges verbunden. Parallel zu den bereits begonnenen Kämpfen um die Hauptstadt Berlin lieferten sich bei der Kesselschlacht von Halbe zwischen dem 24. und 28. April 1945 deutsche und sowjetische Truppen letzte und völlig sinnlose Kämpfe. Mehr als 60.000 Menschen – Soldaten beider Seiten, aber auch zahlreiche Zivilpersonen – fanden hier den Tod. Ihre Leichen wurden in den Wäldern rund um den Ort nur notdürftig verscharrt. Auf Initiative des aus dem Harz stammenden, erst 1951 nach Halbe versetzten, Pfarrers Ernst Teichmann und mit Unterstützung der Berlin-Brandenburgischen Kirchenleitung wurde im selben Jahr der Waldfriedhof Halbe angelegt, um den Kriegsopfern eine nachträgliche würdevolle Bestattung zu ermöglichen. Auch Opfer eines sowjetischen Geheimdienstlagers im nahen Ketschendorf, die zunächst in anonymen Massengräbern verscharrt worden waren, fanden hier ihre letzte Ruhe.

Relativ spät, erst im Jahre 1546 wird Halbe, ausgestattet mit lediglich kümmerlichen 16 Hufen Ackerboden, taucht das Dorf Halbe in einer Urkunde auf. 1652, vier Jahre nach dem in dieser Gegend besonders stark wütenden Dreißigjährigen Krieg, lebten in Halbe nur noch zwei Bauern und zwei Kossäten mit ihren Familien; nur langsam erholte sich der Ort. 1717 verkauften die bisherigen Eigentümer, die Familie der Schenken von Landsberg, das Dorf an König Friedrich Wilhelm I., der damit sein Jagdgebiet vergrößerte, das Ackerland jedoch weiter an Bauern und Kossäten verpachten ließ. Einen Aufschwung nahm die Gemeinde, nachdem 1867 in Halbe eine Station der Berlin-Görlitzer Eisenbahn errichtet und 1876 bis 1878 eine feste Chaussee nach Teupitz und nach Königs Wusterhausen angelegt worden war. So entstanden in dieser Zeit mehrere Ziegeleien, die Baumaterial in die damals stark wachsende Reichshauptstadt lieferten.

Die Einwohnerzahl nahm zu; doch noch immer hatte Halbe kein eigenes Kirchengebäude. Der zuständige Pfarrer saß in Wendisch-, heute Märkisch Buchholz. Gottesdienstbesucher mussten über den sogenannten Jungfernweg die benachbarte Buchholzer Kirche besuchen. Nach Plänen des Architekten und späteren langjährigen Leiters des Kirchlichen Bauamtes in Berlin Dr. Curt Steinberg wurde endlich 1913 mit dem Bau eines vielleicht schon für die damaligen Verhältnisse zu großen Kirchengebäudes begonnen; zur Finanzierung trug auch – Dank persönlicher Beziehungen des Pfarrers – Prinzessin Viktoria Margarete von Preußen bei. Am 23. März 1914 konnte das Gotteshaus als „Dankeskirche“ eingeweiht werden.

Entstanden ist eine mächtige neubarocke Saalkirche mit eingezogenem Chor und Westturm. Seitlich angebaut wurde zeittypisch das Pfarrhaus mit einem Gemeindesaal. Über dem Westportal der Kirche steht als Zitat aus Psalm 100 und Bezug nehmen auf den Namen der Kirche: „Gehet zu seinen Toren ein / mit Danken.“ Der Innenraum wird von einem hölzernen Tonnengewölbe geschlossen. Eine Hufeisenempore umzieht drei Seiten des Raumes. Aus der Bauzeit stammt der Kanzelaltar. Im Chorbereich wurde 1952 eine Gedenknische mit einem überlebensgroßen Kruzifix und zwei Gedenktafeln errichtet. Auf einem von Fritz Kühn geschmiedeten eisernen Tisch liegt ein Buch aus, das Namen der Kriegsopfer verzeichnet.

Bei den Kämpfen um Halbe 1945 wurde auch die Kirche in Mitleidenschaft gezogen; die Turmspitze komplett zerstört. Bis 1952 hatte die Gemeinde das Gebäude repariert, wobei der Turm eingekürzt wurde. Zur Wiedereinweihung hielt Bischof Dibelius die Festpredigt.

Nach der Jahrtausendwende wies die Dankeskirche Halbe wiederum schwere Baumängel auf. Am sichtbarsten für den Besucher wurde dies „mit dem Anblick eines an Hässlichkeit kaum zu überbietenden provisorischen Schutznetzes über dem Kircheneingang und einer Kirchturmfassade, deren Zustand drastisch zeigt, dass hier jahrzehntelang weder Reparatur- noch Substanzerhaltungs- oder Pflegemaßnahmen ergriffen wurden“. Im Juni 2008 gründete sich vor diesem Hintergrund der Förderverein Dankeskirche Halbe e.V., der ein Jahr später vom Förderkreis Alte Kirchen mit einem „Startkapital“ in Höhe von 2.500 Euro bedacht wurde. Doch bevor dann wirklich Instandsetzungsarbeiten beginnen konnten, waren schier endlose bürokratische Hürden zu überwinden. Im September 2015 konnte endlich mit einem ersten Bauabschnitt begonnen werden, in dessen Verlauf der Kirchturm instandgesetzt wurde. Im Laufe der weiteren Planungen wurde beschlossen, neben der Kirche auch das im ehemaligen Pfarr- und Gemeindehaus befindliche evangelische Freizeitheim zu sanieren. Möglich wurde dies durch eine Zuwendung aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union. An der Kofinanzierung beteiligten sich neben der Kirchengemeinde auch der Kirchenkreis Zossen-Fläming und die Landeskirche. Im Sommer 2019 war die Sanierung abgeschlossen. Die Wände des Innenraumes erhielten entsprechend der Fassung von 1952 einen warmen grauen Anstrich, während die gelben und weißen Farbtöne sowie die farbige Decke des Vorraumes sich an der Ursprungsfassung von 1914 orientierten.

Zum Abschluss der umfangreichen Sanierungsphase soll nun die 1914 von der damals in Frankfurt/Oder ansässigen Firma Sauer geschaffene zweimanualige Orgel wieder spielbar gemacht werden. An der Finanzierung der Arbeiten beteiligt sich auch der Förderkreis Alte Kirchen. Trotz vorhandener Mittel der Gemeinde und des Fördervereins reichen die vorhandenen Mittel nur dazu, die Choralbegleitung im Gottesdienst wieder zu ermöglichen. Einige Register müssen warten, bis neues Geld vorhanden ist …

Weitere Informationen:

Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.

Förderverein Dankeskirche Halbe e.V.

Quelle: Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.

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Wed, 02 Sep 2020 12:41:32 +0200
Kirchengemeinde Jüterbog erinnert an den Beginn des 2. Weltkriegs https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/kirchengemeinde-jueterbog-erinnert-an-den-beginn-des-2-weltkriegs.html Am Dienstag, 1. September um 19.00 Uhr wird am Kriegsdenkmal an der St. NIkolai-Kirche, Jüterbog - und dann in der Kirche mit Musik und Lesungen der Kriegsproblematik gedacht.

Ein Schwerpunkt ist die gespaltene Rolle der Kirchen(n) mit dem evangelischen "Feldgesangbuch". Die darin zu bekannten Chorälen ergänzten "Führer/Volk/Reich/Sieg" Strophen, der Choral zu "Führers Geburtstag" werden in ein Spannungsfeld gesetzt zu Erinnerungen Teilnehmender an Feldgottesdiensten.

Der süße Pfad der musikalischen Verführung in die Kriegseuphorie seit den Tagen des Ernst Moritz Arndt (1812 der Gott, der Eisen wachsen ließ) wird mit der Kantorei Jüterbog, dem Samuel-Scheidt-Ensemble, dem Posaunenchor und Solisten begangen und seine andauernde Gefährlichkeit deutlich.

Nie wieder Krieg - oder wie der Titel der Veranstaltung lautet "Wach auf, wach auf.... Verleih uns Frieden"

Quelle: KMD Peter-Michael Seifried, Jüterbog

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Fri, 28 Aug 2020 13:23:32 +0200
Ausblicke in besonderen Zeiten https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/ausblicke-in-besonderen-zeiten.html „Was tröstet Sie?“ – diese Frage haben wir in einer Postkarten-Aktion den Menschen in unserer Region gestellt als die Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus eine bis dahin beispiellose Kontaktsperre zwischen den Menschen verlangte. Was kann Menschen in dieser besonderen Zeit helfen, wollten wir wissen.

In kürzester Zeit kamen überraschend viele und sehr bewegende Antworten, die wir nun in einem kleinen Trostbuch veröffentlicht haben.

So schreiben Menschen, wie sie die Musik tröstet, oder der Spaziergang durch den Garten und in der Natur, Gespräche via Telefon und über die Sozialen Medien. Sie haben uns einfühlsam mitgeteilt, wie sie die Anteilnahme an sich und anderen empfinden und geben der Hoffnung Ausdruck, dass wir diese Krise gut durchstehen werden.

Es sind besondere Aus- und Einblicke, die Sie in diesem Büchlein nachspüren können. Dazu haben wir auch einige Psalmengebete ausgewählt, sowie Fotos, die dazu anregen sollen, Ihren Gedanken nachzugehen.

Zum Preis von 1,- Euro zzgl. Versandkosten können Sie das kleine Büchlein bei uns erwerben. Schicken Sie einfach eine E-Mail mit Namen und Anschrift an: oeffentlichkeit(at)kkzf.de.

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Tue, 18 Aug 2020 13:42:12 +0200
"Im Traum fliege ich oft" - Ausstellung zu Ernst Barlach öffnet in Dahme https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/im-traum-fliege-ich-oft-ausstellung-zu-ernst-barlach-oeffnet-in-dahme.html In Dahme kann man fliegen lernen, zumindest im übertragenen Sinne! Vom 22. August bis zum 13. September wird in der Kirche St. Marien in Dahme/Mark eine besondere Ausstellung mit Werken von Ernst Barlach zu sehen sein. Der Titel der Ausstellung: "Im Traum fliege ich oft". Die Schau zu Ehren des Künsters, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre, zeigt vor allem ausgewählte Holzschnitte, wie Barlachs "Die Dome" aus dem Zyklus "Die Wandlung Gottes (1922). 

Vielen sind besonders Barlachs Skulpturen, wie der schwebende Engel im Güstrower Dom bekannt. Die Holzschnitte zeigen aber eine andere Facette seines künsterrischen Schaffens. 

Möglich wird die Ausstellung durch Leihgaben mit aus verschiedenen Privatsammlungen. Sie ist immer am Wochenende, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen, oder nach telefonischer Vereinbarung im Pfarramt  (035451/476). 

Bereits am Freitag, 21.8. um 19 Uhr wird die Schau feierlich eröffnet. Die Laudatio hält dabei der Berliner Künstler Uwe Mücklausch. 

Eine weitere begleitende Veranstaltung gibt es am 9. September, 19 Uhr ebenfalls in der Kirche St. Marien. Dann wird der katholische Luckenwalder Pfarrer, Bruder Anselm einen Vortrag über den Schriftsteller Ernst Barlach halten. 

Verantstaltungsort:

Kirche St. Marien Dahme/Mark
Geschwister-Scholl-Str. 7, 15936 Dahme/Mark
Tel. 035451/476)

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Info-Flyer zur Ausstellung
Plakat zur Ausstellung
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Mon, 17 Aug 2020 10:40:20 +0200
Aktion und Spendenaufruf: MUSIK TUT GUTES https://www.kkzf.de//news-detail/nachricht/aktion-und-spendenaufruf-musik-tut-gutes-1.html In Corona-Zeiten ist das Geben in Gottesdiensten schwierig geworden. In sozialen Projekten und Einrichtungen fehlt dieses Geld: in der Hospiz- und Trauerarbeit, in der Wohnungslosenhilfe, in der Kinder- und Jugendarbeit. Drei Beispiele. Sie stehen für viele. Es fehlen Mittel, die sonst von Hand gesammelt werden: in unsern Kirchen. Auf Straßen und Plätzen.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat daher eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Unter www.musik-tut-gutes.de ist ab 9. August 2020 täglich ein Musikvideo zu sehen, 15 Tage lang. Auf dieser Webseite kann dann gleich für die Aktion online gespendet werden.

Musikerinnen und Musiker haben die Videos aufgenommen und steuern sie honorarfrei bei. Alle Spenden, die dafür eingehen, kommen zu 100 Prozent den Projekten zugute, die mit zurzeit spärlichen Kollekten bedacht werden.

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite: www.musik-tut-gutes.de

Spendenkonto MUSIK TUT GUTES:

Wer Spenden für „MUSIK TUT GUTES“ lieber überweisen möchte, kann das Spendenkonto der EKBO nutzen:

Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
IBAN: DE62 5206 0410 0303 9060 00
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: MUSIK TUT GUTES

Bitte immer den Verwendungszweck angeben, damit jede Spende richtig zugeordnet werden kann. 

Quelle: EKBO

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Mon, 03 Aug 2020 10:13:30 +0200