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Theodor Fontane besuchte die Dörfer Gröben und Siethen auf seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" mehrfach, zuletzt im Frühjahr 1881. Er erzählt dabei ausführlich die Geschichte der Patronatsfamilie von Schlabrendorf, die über mehr als vier Jahrhunderte hinweg die Geschicke der beiden Orte bestimmte. Breiten Raum nimmt in Fontanes Text auch die Lebensbeschreibung der 1867 verstorbenen Johanna von Scharnhorst (geborene Schlabrendorf) und ihrer gleichnamigen Tochter ein. Die Gräber der 1887 verstorbenen Johanna von Scharnhorst (geb. Schlabrendorf) und ihrer Tochter befinden sich noch auf dem Siethener Kirchhof.

Für die Kirche selbst findet der Dichter kaum Beachtung, zu Unrecht! Der Feldsteinbau entstand bereits im 13. Jahrhundert, etwas später kam Westturm dazu, der seinen Aufsatz erst im 19. Jahrhunderts erhielt. B

1914/15 wurden die Apsis sowie eine Sakristei auf der Nordseite angebaut. Ältestes Ausstattungsstück im flachgedeckten Innenraum ist ein hölzerner Altaraufsatz im Stil der späten Renaissance aus dem Jahr 1616. Der Bildaufbau zwischen Doppelsäulen und Beschlagwerk entspricht dem seinerzeit üblichen lutherischen Bildprogramm: Abendmahles, Kreuzigungsszene, eine Darstellung der Auferstehung und die Himmelfahrt.

Damals wurde auch die Kanzel geschaffen, über der ein fast lebensgroßer qualitätvoller Taufengel schwebt. Eine in älteren Aufzeichnungen erwähnte vergoldete Muschel zur Aufnahme der Taufschale ist nicht mehr erhalten, so dass der Engel heute mit einer anmutigen Geste den Kirchenbesucher zu segnen scheint.

Letzte Änderung am: 01.08.2017