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Im Südwesten, ganz am Rande des Kirchenkreises und der EKBO beherbergt die alte Feldsteinkirche von Kaltenborn einen besonderen musikalischen Schatz: die 1824 von Tobias Turley aus Treuenbrietzen errichtete Orgel. Er ist der Sohn des bekannteren Orgelbauers Friedrich Turley. 

Das Instrument ist das kleinste noch erhaltene aus der Treuenbrietzener Werkstatt. Es besitzt nur sechs Manuale, Schleifladen und eine mechanische Traktur. Das Gehäuse wurde im klassizistischen Stil gebaut, mit einem Rundbogen in der Mitte unter einem Gibeldreieck. Einige Ornamente geben dem Instrument etwas Verspieltes. 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Orgel mehrfach umgebaut, was ihr nicht so gut bekommen ist. 2006 konnte sie jedoch umfassend saniert werden und entfaltet seitdem wieder ihren wohltemperierten Klang. 

In den Sommermonaten wird sie auch regelmäßig für Konzertveranstaltungen genutzt. 

1737 wurde die einmanualige Orgel vom Berliner Orgelbaumeister Joachim Wagner in der Liebfrauenkirche Jüterbog errichtet. Von den ursprünglich 771 von Wagner eingebauten Orgelpfeifen waren bis zum vergangenen Jahr noch über 600 noch erhalten, im 19. Jahrhundert kam zu den 14 Registern nur ein fremdes dazu. Das macht dieses Instrument so einzigartig. 

Im vergangenen Jahr konnte die Orgel nun umfassend restauriert und die barocke Klangfülle jener Zeit wiederhergestellt werden. Dafür verantwortlich waren die Orgelbauer der Firma Schuke. 

Erst seit dem 2. Advent 2017 entfaltet die Orgel nun wieder ihre faszinierende Klangfülle. Regelmäßig, besonders in den Sommermonaten finden in der Kirche besondere Orgelkonzerte statt. Dann wird sie nicht nur von Kreiskantor Peter-Michael Seifried virtuos bespielt. Sondern es sind international renommierte Organisten, wie Leon Berben (Köln) sowie Nachwuchskünstler wie Matthew Schembri (Malta) Sam Baker und Leonard Sanderman (beide Großbritannien) zu Gast.

Letzte Änderung am: 14.05.2018