Notfallseelsorge und Krisenintervention im Landkreis Teltow-Fläming
Aktualisiert (Dienstag, 30. November 1999 um 01:00) Geschrieben von: Administrator Mittwoch, 03. September 2008 um 18:46
Seit 2001 Jahren arbeitet im Landkreis Teltow-Fläming das Team der Notfallseelsorge und Krisenintervention.
Das Projekt Notfallseelsorge wird vom Ministerium des Inneren, der Evangelischen Kirche, und der Katastrophenschutzbehörden der Landkreise verantwortet.
Thomas Hartmann, Blankenfelde (13.11.2004):
3 Jahre Arbeit, das heißt, für die z.Z. 9 ehrenamtlichen Mitarbeiter im Team, rund um die Uhr einsatzbereit sein um Menschen, die in besondere Notsituationen gekommen sind beizustehen.
Für Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der angrenzenden Katastropen-Schutzeinheiten oder des THW, für Menschen, die mit der Erfahrung von großem Leid nicht zurecht kommen - wir wollen da sein und wenn nötig auch weiterführende Hilfe vermitteln.Wenn Menschen den Verlust eines nahen Angehörigen nicht verarbeiten können, Eltern den Verlust ihres Kindes, wenn jemand schuldhaft aber ungewollt einen Unfall verursacht hat und damit nicht klar kommt oder als Opfer jeglicher Gewalt Hilfe braucht, Kollegen um den beim Arbeitsunfall zu Tode gekommenen Kollegen trauern, dann können wir gerufen werden bzw. die Rettungskräfte fordern uns über die Leitstelle an.
In den meisten Fällen beginnt der Dienst des Notfallseelsorgers dann, wenn Rettungskräfte oder die Polizei ihren Dienst beenden und Menschen in größter Trauer zurückbleiben. Dann sind wir da. Oft mit den ersten Worten "...ich hab jetzt Zeit für Sie, soviel sie brauchen". Es ist uns wichtig, das Menschen nach erlebten seelischem Leid ihren inneren Frieden wieder finden und sie den Weg zurück ins Leben schaffen. Wir, das sind Pastoren, ein Diakon, freischaffend Berufstätige, Mitarbeiter aus Verwaltung und Gesundheitswesen, arbeiten das ganze Jahr in einem festen Bereitschaftsplan und sind Tag und Nacht per Handy zu erreichen (1 Notfallseelsorger hat jeweils 3 Tage á 24 Stunden Bereitschaft).
In den vergangenen 3 Jahren wurden wir über 160 mal zu diesen Aufgaben gerufen, die wir ehrenamtlich leisten. Die Mehrzahl der Einsätze haben ihr Ziel im Norden des Landkreises also auch in unserer Region. Eine anspruchsvolle Ausbildung, die eigenen Reflexion in der Arbeit und im Einsatz, die Weiterbildung im Bereich Notfallseelsorge sowie die Möglichkeit zur Supervision sind für uns wichtige Bausteine, damit wir gut gerüstet für dies Arbeit sind. Dabei wollen wir keinesfalls psychiatrischfachärztliche Hilfe ersetzen. Das Team wird durch Johannes Lorenz aus Rohrbeck (bei Jüterbog) koordiniert. Er ist Familienvater und Ehemann, engagiertes Gemeindeglied in seiner Kirchengemeinde und Krankenpfleger auf einer Intensivstation. Bei ihm läuft jeder Einsatz auf und wird dann an den jeweils Diensthabenden weitergeleitet. Wenn Sie ausführlicher über unsere Arbeit informiert werden möchten, können Sie sich an Johannes Lorenz wenden 03372-402822, sowie an den Landkreis TF unter 03371-6082151.
Sie können unsere Arbeit auch mit einer steuerlich absetzbaren Spende auf das Konto: 779229 BLZ 210 602 37 Kennwort: Notfallseelsorge unterstützen.
Auch ich stehe für weitere Informationen gern zur Verfügung.


